Neuigkeiten rund um die MEB

- Wir Leben in einer Perle

MEYENBURG/PRIGNITZ: DIE ELEKTROFIRMA MEB STEMMT MILLIONENPROJEKTE IM RAUM BERLIN UND HAMBURG. NEBEN DEM WIRTSCHAFTLICHEN ERFOLG TREIBT CHEF GERT ALTENBURG VOR ALLEM DER STRUKTURWANDEL IN SEINEM L ANDKREIS UM.

 

Es war das größte Projekt, dass die Kollegen der Meyenburger Elektrobau MEB bisher gestemmt haben: Das Dienstgebäude der Deutschen Rentenversicherung in Berlin. Umfang: rund vier Millionen Euro. MEB übernahm die komplette Elektroversorgung des Neubaus inklusive Klimaanlage, Dimmer, BUS-System und automatischem Sonnenschutz. „Die besondere Herausforderung war das BUS-System, die Gebäudeleittechnik. Dass das alles so funktioniert, wie es soll“, erklärt Geschäftsführer Gert Altenburg. Alle Bereiche des großen Hauses an die Leittechnik anbinden – da stecke der „Teufel“ im Detail, weiß er. Wie viele seiner Aufträge hat MEB das MammutProjekt über eine öffentliche Ausschreibung erhalten. Normalerweise liegen die Auftragsvolumen jedoch bei rund einer Million Euro. Seit 2013 hat sich das Unternehmen mit einer Stammbelegschaft von inzwischen 75 Leuten immer mehr zum Experten komplexer Elektro-Installationslösungen entwickelt. Eine eindrucksvolle Betriebsgröße für einen Handwerksbetrieb, dem sich der Firmenchef noch immer verbunden und zugeordnet fühlt. Um so einen Laden zerfolgreich zu führen, braucht Altenburg vor allem gut ausgebildete Fachkräfte. Und die sind gerade in der Prignitz nicht mehr an jeder Ecke zu finden.

 

Ein Grund, dass sich das Unternehmen sowohl in der Ausbildung als auch bei gesellschaftlichen Themen besonders engagiert. „Unser Ziel ist, alle Leute, die bei uns in Rente gehen, durch eigenen Nachwuchs zu ersetzen“, sagt Gert Altenburg. Das gelingt dem Unternehmen bisher ganz gut. Aktuell sind 17 Lehrlinge im Betrieb, die alle mit auf Montage gehen. Von Montag bis Donnerstagnachmittag sind die angehenden Elektroniker mit den Kollegen unterwegs. Zu wenig Bewerbungen hat das Unternehmen nicht. Für die Ausbildung zum Systemplaner, die MEB im August letzten Jahres erstmalig angeboten hat, gab es sogar sehr viele Bewerbungen, so der Geschäftsführer. Dass die Lehrlingssituation relativ gut ist bei MEB, führt Geschäftsführer Altenburg vor allem auf die Kontakte zu Schulen und die Präsenz auf Ausbildungsmessen zurück. „Wenn wir die dort anlocken, so neunte Klasse meistens, dann bieten wir denen ein bezahltes Praktikum an. Das Geld ist es doch, das bei den jungen Leuten zieht“, weiß er. Ende August haben fünf neue Lehrlinge angefangen. Abgesagt habe kein einziger. Drei davon haben sogar in den Sommerferien noch ein Praktikum gemacht. „Zu 80 bis 90 Prozent klappt das mit den Lehrverträgen. Die kommen mit ganz klaren Vorstellungen zu uns. Das läuft aktuell gar nicht so schlecht für uns“, freut sich der Chef.

Hausbau bezuschussen, Herstellergarantien ausweiten Damit er auch in Zukunft noch genügend junge Leute und Fachkräfte einstellen kann, will Altenburg die Prignitz als attraktiven Lebensort erhalten. Der Landkreis sei ein wunderbarer Landstrich. „Wir leben hier in einer Perle“, schwärmt er. Schulen, Vereine, das Modemuseum in Meyenburg – bei vielen Bitten um Unterstützung kann Altenburg einfach nicht nein sagen. „Erst heute Morgen hatten wir wieder eine Anfrage vom Fußballverein. Der will ein neues Vereinsheim bauen. Wir haben mal geschaut, wie viele unserer Mitarbeiter aus der Ecke kommen und werden uns wohl an der Finanzierung beteiligen“, erklärt er. „Wenn erstmal alles kaputt ist, dann haben wir auch nichts davon“, begründet er seinen Einsatz.

Auch politische Arbeit gehört für MEB dazu, um sich für die Region einzusetzen. Um die Prignitz lebenswert zu erhalten, müsse beispielsweise der Hausbau wieder bezuschusst werden, müssen Buslinien erhalten bleiben. Altenburg wünscht sich, dass die Leute, die zu schlechten Zeiten in die Ballungsräume abgewandert sind, wieder zurückkommen. „Die verdienen in der Branche in Berlin auch nicht mehr als hier bei uns in der Prignitz“, hat er sich schlau gemacht. Um mit Politikern ins Gespräch zu kommen, lädt MEB ins Unternehmen ein. Eine der Forderungen des Unternehmens: mehr mittelstandsfreundliche Gesetze. So müsse MEB als ausführender Handwerksbetrieb fünf Jahre Gewährleistung auf seine Arbeiten bieten, der Hersteller dagegen bietet gerade mal zwei Jahre. „Die Industrie drückt sich da sehr schnell raus“, so Gerd Altenburg. KATJA WOLF

 

Deutsches Handwerkerblatt 11/17

- Meyenburger Elektrofachleute sind wieder mehr gefragt

Beim Azubi-Frühstück der Meyenburger Elektrobau (MEB) wurde der brandenburgische Ausbildungspreis nachgefeiert, den das Unternehmen für seine Integrationsbemühungen im Ausbildungsbereich erhalten hat. Dabei zeigt sich auch, warum die MEB ein solcher Vorzeige-Lehrbetrieb ist.

 

Azubis und Belegschaft sind stolz auf den brandenburgischen Ausbildungspreis, den die Meyenburger Elektrobau erhalten hat.

 

Meyenburg.

Wer wissen möchte, warum gerade die Meyenburger Elek-trobau (MEB) einen Ausbildungspreis des Landes Brandenburg erhalten hat (die MAZ berichtete), der fand dafür am Freitag beim Azubi-Frühstück in der Firma gleich ein ganzes Bündel von Gründen. Zum einen bemüht sich die Firmenleitung sehr, die jungen Leute zu motivieren und einzubeziehen. So werden auch die 1000 Euro, mit denen der Preis dotiert war, wieder ihnen zugute kommen. Geplant ist eine Fahrt zu einer Ausbildungsmesse, bei der sie dabei sein können.

Zum anderen aber bemüht man sich hier um eine möglichst umfassende Ausbildung. „Ihr geht hier alle raus als voll ausgebildete Person“, formuliert dies zum Beispiel Peter Niemann, bei der MEB für Anlagenbau zuständig. Dabei werden auch alte Berufsbilder wieder reaktiviert: Was früher der Elektrozeichner war, heißt heute Systemplaner und wird mehr denn je für die Vorplanung und Montageplanung benötigt. Die MEB hat eigens dafür eine separate Ausbildungslinie geschaffen. Christoph Lüdecke gibt hier sein Wissen an junge Leute weiter.

 

Großbildfernseher für gute Ausbildungsergebnisse

Zur Zeit befinden sich hier 17 Jugendliche in der Ausbildung, davon eine als Kauffrau für Büromanagement, einer als Technischer Systemplaner und 15 als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Ein großer Teil von ihnen war beim Frühstück dabei. „Wir brauchen auch für die Zukunft Leute, die uns betrieblich vorwärts bringen“, sagte Geschäftsführer Gerd Altenburg. „Wir wollen die Grundlage schaffen, Sie hier im Betrieb zu halten.“ Vorteil sei auch, dass die Ausbildung bei der MEB sehr praxisbezogen sei. Viele der jungen Leute haben sich aus seiner Sicht extrem gut entwickelt. Für die drei, die bei den wöchentlichen Auswertungen im Schnitt am besten abgeschnitten haben, gab es Preise. Tim Nasert nahm einen Großbildfernseher mit nach Hause, für Alexander Nickold und Marvin Meyer gab es Tankgutscheine. „Elektrofachleute werden wieder gefragter und auch mehr geschätzt“, betont MEB-Ausbilder Dirk Radatz. Die Azubis konnten im Gespräch auch sagen, wo in der Ausbildung etwas nicht rund läuft, Radatz ermunterte sie, sich damit immer direkt an die Firmenleitung zu wenden.

Den Landespreis gab es allerdings vor allem für die Integrationsbemühungen des Unternehmens. So zählt zu dem Quintett, dass jetzt neu eine Lehre bei MEB angetreten hat, auch der Syrer Tarek Ibrahim – er hatte die Firmenleitung in einem vorgeschalteten Praktikum von seinen Leistungen und auch von seinen Deutschkenntnissen überzeugt. Allerdings hat man in diesem Bereich auch Enttäuschungen erlebt: „Einige haben aufgehört, obwohl sie gut waren.“ Das galt jüngst für einen jungen Afghanen, der sogar die besten Prüfungsergebnisse aufwies. Insbesondere aber hat man nicht nur gute Erfahrungen mit dem Mobipro-Programm gemacht, mit dem speziell Azubis aus EU-Ländern angeworben werden sollten.

 

In der Prignitz so gut leben wie in Berlin

Was aber hebt die Ausbildung bei der MEB so heraus gegenüber der bei anderen, auch größeren Unternehmen? „Wir machen uns wirklich Gedanken, wie wir die Leute motivieren können“, sagt dazu Martina Spitzner, bei der MEB in der Verwaltung tätig. Das Frühstück, das auch eine offene Aussprache mit einschließt, ist so eine Maßnahme, die Fahrt zur Ausbildungsmesse eine weitere. Und für die Mitarbeiterfortbildung wird pro Jahr ein nicht unerheblicher Betrag zur Verfügung gestellt.

Altenburg ist überzeugter Prignitzer, will etwas für die Region tun und jungen Menschen eine Perspektive geben. „Man kann in der Prignitz sehr gut leben, aber die Grundlage dafür ist ein solider Beruf“, sagt er, „dann kann man hier genauso gut leben wie in Berlin.“ Altenburg und sein Team kämpfen dafür, dass die theoretische Ausbildung in Wittenberge erhalten bleibt. Sie wissen aber, dass die Fachlehrer fehlen. Daher bieten Altenburg und Radatz ihren Azubis an, ihre theoretische Ausbildung im Unternehmen selbst vertiefen und vervollständigen zu können – Gerd Altenburg zeigte sich sogar bereit, anderen Kleinunternehmen dabei zu helfen.

 

Von Bernd Atzenroth

MAZ 30.10.2017

 

- Brandenburgischer Ausbildungspreis für zwei Handwerksbetriebe in Westbrandenburg

 

Die Roland Schulze Baudenkmalpflege GmbH aus Potsdam und die Meyenburger Elektrobau GmbH aus Meyenburg gehören zu den Unternehmen, die am 9. Oktober in der Staatskanzlei mit dem „Brandenburgischen Ausbildungspreis 2017“ für ihr vorbildliches Engagement in der betrieblichen Ausbildung ausgezeichnet wurden. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert und wurde von Ministerpräsident Dietmar Woidke und Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt in Potsdam überreicht.

83 Unternehmen haben sich in diesem Jahr für den Preis beworben, der zum 13. Mal vom Arbeitsministerium ausgelobt wurde. Die beiden Handwerksbetriebe überzeugten die Jury mit einer herausragenden Qualität und Kontinuität in der Ausbildung. Sie nutzen innovative Ausbildungselemente, engagieren sich ehrenamtlich, unterstützen besonders benachteiligte Jugendliche oder schaffen Ausbildungsplätze für nach Deutschland zugewanderte Menschen.

Ministerpräsident Woidke würdigte in seiner Begrüßung die Preisträger: „Allen Preisträgern ist gemeinsam, dass sie jungen Frauen und Männern den bestmöglichen Start ins Berufsleben bieten - aus eigenem unternehmerischem Interesse an gut ausgebildetem Personal, aber eben auch, weil sie ihre Verantwortung als Arbeitgeber ernst nehmen.“

Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, unterstrich, dass die beiden ausgezeichneten Handwerksbetriebe besonders verdeutlichen, mit welch vielfältigen Anstrengungen das Handwerks bei der Suche und Sicherung des Nachwuchses unterwegs sei und sich auch etwas trauen, wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen. „Fortwährend ‚trommeln‘ unsere Handwerksbetriebe für die Attraktivität und Perspektiven einer beruflichen Karriere im Handwerk. Gleichzeitig bieten sie jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Die beiden ausgezeichneten Handwerksbetriebe haben den Preis wirklich verdient, herzlichen Glückwunsch und danke für dieses Engagement,“ so Bührig.

Der Ausbildungspreis ist eine Initiative des Brandenburgischen Ausbildungskonsenses – einem Bündnis von Wirtschaft, Industrie und Handelskammern, Handwerkskammern, Gewerkschaften, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und der Landesregierung. Der Preis wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert.

 

(Quelle: https://www.hwk-potsdam.de/artikel/brandenburgischer-ausbildungspreis-fuer-zwei-handwerksbetriebe-in-westbrandenburg-9,0,3980.html)

 

 

- Brandenburgischer Ausbildungspreis 2017

 

Der 13. Brandenburgische Ausbildungspreis wurde am 9. Oktober 2017 im Brandenburgsaal der Staatskanzlei in Potsdam verliehen. Neun Preisträgerinnen und Preisträger konnten sich über die Auszeichnung freuen, darunter auch die Meyenburger Elektrobau GmbH.

 

 

- Handwerker kritisieren Garantieregelungen

Handwerker kritisieren Garantieregelungen

Dem CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke wehte beim Besuch der Firma Meyenburger Elektrobau scharfer Wind entgegen. Die Mitarbeiter des Unternehmens ärgert zum Beispiel die aktuelle Garantieregelung: Während die Baufirma fünf Jahre Gewährleistung gibt, sind es bei den Herstellern von Bauteilen nur zwei.

 

 

 

 

 

 

Mehrere heiße Themen brennen den Mitarbeitern der Firma Meyenburger Elektrobau (MEB) unter den Nägeln. Beim Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke am Donnerstag wurde deshalb teils heftig diskutiert. Dabei ging es um den Mangel an Nachwuchs, das Bildungssystem, die immer komplizierter werdende Ausschreibungspraxis bei öffentlichen Aufträgen oder Garantieregelungen.

Letztere können laut Dirk Radatz, bei der MEB Bereichsleiter für Elektroinstallation, einem Unternehmen durchaus das Genick brechen. Derzeit ist die Gesetzgebung so, dass bei einem Auftrag die ausführende Firma die Gewährleistung für fünf Jahre übernimmt. Das kann sie aber eigentlich nur für ihre eigenen Arbeiten. Werden fertige Teile wie Lampen oder Schalter verbaut, übernimmt der Hersteller – neuerdings – für zwei Jahre eine Garantie. „Es hat ja lange gedauert, dass der Hersteller mit in die Verantwortung genommen wird“, findet Radatz. Dass dies nicht fünf Jahre wie bei der bauausführenden Firma sind, ärgert ihn dennoch: Die MEB übernimmt zum Beispiel für große Behörden oder Flughäfen die komplette Elektroinstallation. Angesichts des „rasenden Fortschritts“ werde ein „Haufen Mist“ auf den Markt geworfen, so Radatz. „Jetzt stellen Sie sich vor, da gehen von 5000 verbauten LED-Lampen 300 kaputt. Für Steineke sei das eine klare Lücke im Garantiegesetz, sagte dieser: „Der erste Schritt war schon gut, da muss aber nachgearbeitet werden.“

Garantievereinbarungen mit der Innung

Kirsten Gmirek, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Prignitz, kennt die Diskussion: „Im Sanitärbereich hat der Landesverband der Innung mit den Herstellern Garantievereinbarungen abgeschlossen, die dann allerdings nur für die Innungsmitglieder gelten.“ Das Modell könne man vielleicht auch auf andere Innungen übertragen.

Die MEB hatte übrigens einen Spezialauftrag für Steineke. Ein junge Mann aus Moldawien hörte von der Firma und wollte sich bewerben, berichtete Martina Spitzner aus der Verwaltung: „Da Moldawien aber nicht zum Schengen-Raum gehört, kann er nicht einfach so bei uns anfangen.“ Seit längerem bemühe sie sich deshalb um die nötige Arbeitserlaubnis, die der Moldawier bei der Deutschen Botschaft in seinem Heimatland beantragen muss. „Wir haben alles hingeschickt, die Papiere liegen vor – aber der Bewerber bekommt einfach keinen Termin in der Botschaft“, erzählte Spitzner. Steineke will sich darum kümmern, dass es in dem Fall vorwärts geht: „Wir haben doch extra Kontingente für Arbeitnehmer aus diesen Ländern geschaffen.“

 

Von Beate Vogel

MAZ 14.07.2017

 

- Ausschreibung für Breitbandausbau steht an

Ausschreibung für Breitbandausbau steht an

Die Prignitz kann demnächst den Auftrag für den Breitbandausbau ausschreiben. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke informierte gestern, dass die Unterlagen Ende Juli zugestellt werden. Nach dem Ausbau sollen flächendeckend Internetgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbits möglich sein.

 

 

 

 

 

Zum 27. Juli sollen die Ausschreibungsunterlagen für den Ausbau der schnellen Internetversorgung für den Landkreis Prignitz zugestellt werden. Das teilte jetzt sichtlich erfreut der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke mit. Wie der Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin haben auch die Prignitzer laut Steineke die Auftragsvergabe stellvertretend für die einzelnen Kommunen zusammengefasst, nachdem sie gemeinsam mit diesen die Bedarfe ermittelt und den Zuschuss entsprechend beantragt hatten. Bis zu 90 Prozent der Kosten können beim Breitbandausbau von Bund und Land beigesteuert werden.

Bis 2018 stellt der Bund zwei Milliarden Euro bereit, um den flächendeckenden Ausbau für Surfgeschwindigkeiten von 50 Mbits möglich zu machen. Schnelles Internet nutzen derzeit nur gut 60 Prozent der Brandenburger. Manche Prignitzer surfen inzwischen mit 100 Mbits und mehr, andere mit gerade mal 2 Mbits. Immerhin hatte die Prignitz im Mai 2016 von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einen Fördermittelbescheid über 50 000 Euro für den Breitbandausbau erhalten. Das Geld konnte auch für Planung und Beratungsleistungen verwendet werden. Jetzt aber drängt die Zeit: Während laut Steineke in OPR die Ausschreibung läuft, hängt die Prignitz bisher in der Warteschleife.

Seit zwei Jahren wird schon geplant

Die immer komplizierter werdenden Ausschreibungsverfahren vor allem bei öffentlichen Großaufträgen ärgerten Peter Niemann, bei der Firma Meyenburger Elektrobau (MEB) für Anlagenbau zuständig. Steineke hatte das mittelständische Unternehmen am Donnerstag besucht. „Wieso hören die örtlichen Unternehmen nicht von solchen Vorhaben? Statt dessen übernehmen wir große Aufträge in Braunschweig und holen eine Firma aus den alten Ländern zu uns“, monierte Niemann. MEB ist vor allem auf Großbaustellen im Einsatz, verkabelt Objekte wie Flughäfen und große Umspannwerke, stellt die Telekommunikation für Kliniken, Behörden oder Hochschulen her. Niemanns Kollege Dirk Radatz, Bereichsleiter Elektroinstallation und verantwortlich für die Lehrlingsausbildung, pflichtete ihm bei: „Seit zwei Jahren wird schon geplant, das Geld steht aber nur drei Jahre zur Verfügung.“ Für potente Firmen, die sich an der Ausschreibung großer Aufträge beteiligen wollen, sei das schwierig zu planen. Radatz ist gespannt, ob das Projekt Breitbandausbau bis Ende 2018 umgesetzt werden kann.

 

Von Beate Vogel

MAZ 13.07.2017